Freitag, 18. November 2005

Vorschau für das Jahr 2006

Interessierte Unternehmer und Einwohner sollten sich den 28. Januar 2006 vornotieren. An diesem Sonnabend lädt die Wirtschaftsvereinigung zu einer Fahrt zur Grünen Woche in Berlin ein. In diesem Jahr zeigten über 70 Austeller aus aller Welt ihre Erzeugnisse und Produkte aus der Landwirtschaft, der Ernährungsindustrie sowie für Hof,Haus und Garten.Zu den größten Austellern aus dem Ausland gehörten Russland und die Ukraine.

Der Bus fährt ab 8.00 Uhr ab Leezener Hof in Leezen ab. Rückfahrt um 18.00 Uhr ab Berlin. Der Preis pro Person inklusive Eintrittskarte 35 Euro. Mitglieder zahlen 30 Euro. Anmeldungen nehmen ab 5. Januar der Leezener Hof, Telefon 03866 203 und Heidis Wandercamp, Telefon 03860 210, entgegen.


 

Freitag, 18. November 2005

Exkursion nach Lübtheen war Reise wert

Besuch in der Agrar-Produktion und im Vielanker Brauhaus


Mit zahlreichen Ideen kehrten die Unternehmer der Wirtschaftvereinigung Ostufer Schweriner See von einer Exkursion aus Lübtheen zurück.
Lebhafte Gespräche führten besonders die Landwirte mit Roswitha Beu, Vorstandsvorsitzende der Agrar-Produktion Lübtheen bei einem Rundgang durch die modernen Stallanlagen. Das Unternehmen hat sich auf die Tierzucht konzentriert. 560 Rinder stehen in den Ställen, 220 Sauen sorgen für Nachwuchs. Eine hauseigene Schlachterei produziert Fleisch und über 40 Wurstsorten. Angeboten werden die frischen Produkte in sechs Fleischmärkten unter anderem in Schwerin-Mueß im Netto-Markt. 50 Mitarbeiter und fünf Lehrlinge stehen bei der Genossenschaft in Lohn und Brot. Bei einer Verkostung waren sich alle einig: Die Wurst ist eine Extra-Klasse.
Hautnah erlebten die Teilnehmer der Exkursion wie Bier gebraut wird. Das Vielanker Brauhaus wird bedeutend erweitert. Jährlich werden ab 2006 etwa 10 000 Liter Hektoliter gebraut. Im Bau befindet sich ein Kellergewölbe für bis zu 40 Gästen. Mit dem Bau eines Hotels schaffte die Brauerei die Basis, dass sich Vielank zu einem Urlauber- und Touristenzentrum entwickelt. Zahlreiche Arbeitsplätze entstanden.


 

Dienstag, 25. Oktober 2005

Delegation aus der Partnergemeinde Dygowo war zu Gast

Rampe - Anläßlich der Übergabe des regionalen Entwicklungskonzeptes für das Amt Ostufer Schweriner See wurde eine Delegation aus dem polnischen Partneramt Dygowo herzlich begrüßt. Ihr gehörten an: Marek Zawadski, Bürgermeister; Antoni Bernatowicz, Vorsitzender des Gemeinderates und Dorota Gruchala. Direktorin des Schul- ,Kultur- und Sportamtes. Sie besuchten den Winstongolfplatz in Vorbeck und die im Bau befindliche Sporthalle in Leezen. SVZ hatte Gelegenheit mit den polnischen Freunden zu sprechen.

Frage: Vor fünf Jahren wurde der Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Ämtern besiegelt. Welche Bilanz ziehen Sie?

Marek Zawadski: Dieser Vertrag ist keine Fassade. In diesen Jahren wurden bei den gegenseitigen Besuchen viele menschliche Kontakte geknüpft. Ich denke da an den Jugendaustausch, an die Feuerwehren, an die Senioren, an die behinderten Bürger, an die Sportvereine und an die Unternehmer.

Frage: Vor vier Jahren besuchten Unternehmer der Wirtschaftsvereinigung Ostufer Schweriner See Dygowo, um erste Kontakte herzustellen. Doch bei den Anfängen blieb es. Wie sehen Sie das heute?

Antonie Bernatowicz: Wir waren damals wohl der Zeit etwas vorausgeeilt. Mit dem EU- Beitritt Polens werden bessere Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit der Unternehmer für beide Seiten geschaffen. Unsere Betriebe wünschen sich solch eine wirtschaftliche Partnerschaft. Beim nächsten Besuch der Wirtschaftvereinigung werden wir Unternehmer aus Kolberg mit einbeziehen. Das sollten wir gemeinsam gut vorbereiten.

Frage: Dygowo setzt auf den Tourismus wie die Region Ostufer Schweriner See. Was tut sich da?

Dorota Gruchala: Renaturiert wurde ein 40 Hektar großes Sumpfgebiet. Gebaut wurde ein Radwanderweg und Aussichstürme aufgestellt. Angelegt haben wir einen geschichtlichen Lehrpfad. Die Informationstafeln sind in deutscher und polnischer Sprache. Ein Erholungszentrum mit Ferienhäusern an einem See ist vollendet. Besonders Urlauber aus Skandinavien bevorzugen diese Region. Auf einer Strecke von 40 Kilometern können die Urlauber auf dem Fluss Parseta im Sommer Kanufahren.

Frage: An welchen Vorhaben arbeiten Sie gegenwärtig?

Marek Zawadski: In Dygowo und in Czernin werden Straßen neu gebaut. Mit EU- Fördergeldern und einem finanziellen Eigenanteil werden in fünf Dörfern Trinkwasser- und Abwasserleitungen verlegt. Für unsere drei Schulen mit insgesamt 750 Schüler planen wir die Einrichtung von Computerkabinetten.

Antoni Bernatowicz: In Dygowo ensteht eine Wohn- und Betreuungsstätte für 25 psychisch Erkrankte . Der Verein Senioren leitet dieses Projekt. Es wird die erste nichtstaatliche Einrichtung in der Wojewodchaft sein. Ich freue mich auf den Besuch der Unternehmer aus ihrer Region in Dygowo.

Interview: Klaus Hillmer


 

Dienstag, 25. Oktober 2005

Forum über Fördermittel und Berufsgenossenschaft

Der Vorstand der Wirtschaftvereinigung Ostufer Schweriner See lädt alle interessierten Unternehmer aus allen Branchen zu einem Forum am 23. November 2005 um 19.00 Uhr in das Restaurant Rabenstein ein.
Das Thema: Gibt es noch Fördermittel für Firmen und Berufsgenossenschaft ja oder nein.
Gesprächspartner sind: Lothar Reinhard, ehemaliger Leiter der Berufsgenossenschaft Schwerin; Silke Schuster, Steuerberaterin und Torsten Lubatsch, Vermögensberater.


 

Dienstag, 25. Oktober 2005

Neues Mitglied

Der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung bestätigte einen Antrag auf Mitgliedschaft.
Neues Mitglied wurde:

Chistoph Papenfuß
1. Vorsitzender des Reitvereins „ Hubertus“ e.V.
Leezener Straße 18
19065 Raben Steinfeld

Telefon: 03860 226


 

Mittwoch, 5. Oktober 2005

Exkursion nach Lübtheen

Der Vorstand der Wirtschaftsvereinigung plant eine Exkursion nach Lübtheen am Donnerstag, dem 27. Oktober 2005.
Im Mittelpunkt steht der Besuch der Agrargenossenschaft Lübtheen zum Thema der Selbstvermarktung mit Besichtigung der modernen Rinderställe und der genossenschaftlichen hauseigenen Schlachterei. Des Weiteren ist ein Besuch des Munitionsbergungsbetriebes geplant. Der Bus fährt um 9.00 Uhr ab Leezener Hof in Leezen ab. Rückkehr am Nachmittag.
Da nur 15 Plätze vorhanden sind, ist eine schnelle Anmeldung bis zum 20. Oktober empfehlenswert.
Für Nichtmitglieder kostet der Ausflug 23 Euro und für Mitglieder 20 Euro
Anmeldungen nehmen entgegen Heidis Wandercamp,

Telefon 03860 / 210 und der

Leezener Hof, Telefon 03860 / 203.


 

Dienstag, 13. September 2005

Reger Disput mit Kandidaten

Leezen - In Vorbereitung der Bundestagswahl am kommenden Sonntag hatte die Wirtschaftsvereinigung Ostufer Schweriner See zu einem Wahlforum eingeladen. In der Gaststätte Leezener Hof kam es teilweise zu hitzigen Debatten mit den Kandidaten Thomas Lenz (CDU), Heidrun Bluhm (Linkspartei. PDS), Peter Manthey (FDP) und Dr. Jörgen Fuchs (Bündnis 90 / Die Grünen).

21 Unternehmer und interessierte Bürger hielten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Es ging z. B. um die Schulpolitik. Eine Wählerin forderte, dass hier endlich Ruhe einkehren und die Anerkennung aller Schulabschlüsse in allen Bundesländern erfolgen sollte. Der Mittelstand ist das Rückrad der Wirtschaft, da waren sich alle einig. Das Arbeitsrecht, so einige Unternehmer, müsse novelliert werden. Und auch eine neue Energiepolitik weg vom Öl sei erforderlich. Zwar tue sich da schon etwas, doch kommen die Initiativen nicht zu spät, meinte ein weiterer Unternehmer.

Kommunalpolitische Themen kamen ebenfalls zur Sprache. Schwerin und das Umland sollten noch enger zusammenarbeiten, um den Tourismus weiter zu stärken. Ein Beispiel dafür sei die Buslinie 100. Sie fand Anerkennung in der Runde. Bei diesem abendlichen Dialog war auch die Buga 2009 ein Gesprächsthema. Die Forderung: Einheimische Firmen aus Schwerin und der Region sollten bei den Bauvorhaben die Aufträge erhalten, um Arbeitsplätze zu sichern.


Kandidaten und Wähler nach dem Disput


 

Mittwoch, 8. Juni 2005

Planverfahren für letztes Teilstück der A 241 bei Cambs soll nun rasch beginnen

Cambs - Wirtschaftsminister Otto Ebnet bekommt für seine Position zum raschen Weiterbau der A 241 Unterstützung aus der direkt betroffenen Region. "Der Lückenschluss ist überfällig", betont Klaus Hillmer, Chef der Wirtschaftsvereinigung Ostufer.

Mit dem Beschluss der Landesregierung, die Schweriner Seen und große Landflächen drumherum zu Landschaftsschutzgebieten mit besonders ausgewiesenen Vogelschutzgebieten zu machen (siehe SVZ), ist ein Hindernis für den Weiterbau der A 241 in dieser Region übersprungen worden. "Das war aber nur ein kleiner, wenn auch dringend notwendiger Schritt bei dem Bemühen, den Lückenschluss so schnell wie möglich zu schaffen", betonte Gerd Lange, Pressesprecher aus dem Schweriner Wirtschaftsministerium auf Nachfrage. Da jetzt die Einstufung des Region als EU Vogelschutzgebiet vorliegt, könne auch so schnell wie möglich mit dem Planfeststellungsverfahren begonnen werden.

Notwendig ist das für das letzte, noch offene Teilstück der A241, eine etwa zehn Kilometer lange Strecke zwischen Cambs und Jesendorf. Wenn im Planverfahren alles glatt läuft, könnte frühestens ab 2007 hier gebaut werden, gibt sich Lange zuversichtlich. Klar ist die Position von Wirtschaftsminister Otto Ebnet, der immer wieder auf den raschen Weiterbau dieser Autobahn drängt.

Mit dieser Forderung läuft der Wirtschaftsminister bei den Unternehmern der Region offene Türen ein. "Den Lückenschluss haben wir bereits bei der Gründung der Wirtschaftsvereinigung Ostufer Schweriner See im Frühjahr 1994 eingefordert", blickt deren Vorsitzender Klaus Hillmer zurück. Die bis heute unvollendete Autobahn ist auch ein Erbe der DDR, die wegen des Mangels an Baumaterialien die Betonbahn lediglich von Süden aus bis Schwerin errichten ließ. Doch auch die Bundesrepublik hat es bislang nicht geschafft, die Hansestadt Wismar über diese wichtige Trasse ans Autobahnnetz anzubinden.

"Das ist sowohl für den Hafen von Wismar wichtig aber auch für die Touristen, die zur Ostsee wollen und gelegentlich auch mal das Hinterland kennen lernen wollen", betont Hillmer. Zugleich verweist er darauf, dass der Blick noch weiter nach Süden, in die industriellen Ballungszentren Deutschlands gehen muss: "Wir brauchen ebenfalls die Weiterführung dieser Autobahn als A14 bis Magdeburg", fordert Hillmer. Für den langen Streit um den Lückenschluss der A241 hat er kein Verständnis: "Das darf sich bei der A 14 nicht wiederholen."

Denn auch am Ostufer des Schweriner Sees setzen zahlreiche kleine Unternehmer auf den Tourismus. Und die Gäste sollen diese Region sowohl von Norden als auch von Süden her gut über die A 241 erreichen, betont Klaus Hillmer. Zugleich verweist er auf Pläne, an der Autobahnabfahrt Schwerin Nord, in der Nähe von Cambs, einen Autohof zu errichten. Dieser könnte zu einem Kernpunkt eines Gewerbestandortes direkt an der Autobahn werden, hofft der Chef der Wirtschaftsvereinigung. Hillmer ist auch überzeugt, dass der Lückenschluss kommt. Denn zwischen Jesendorf und Wismar wird am vorletzten Teilstück gebaut. Hier soll im Jahr 2007 der Verkehr rollen. "Wer nun immer noch die letzten zehn Kilometer dieser Trasse in Frage stellt, muss sich auch bewusst sein, welcher Gesamtschaden damit angerichtet wird", betont Klaus Hillmer.


 

Mittwoch, 2. Juni 2005

Neue Attraktion in Schwerin und Umgebung

Busrundkurs um den Schweriner Innensee Linie 100

100 schöne Erlebnisse

Ab 29.5.2005 startet ein neues ÖPNV Projekt am Schweriner See.
Im etwa 2 Stunden Takt fährt ein Bus, ausgestattet mit einer Fahradaufnahmemöglichkeit (später mit Fahrradanhänger) 6-mal täglich zu einem Rundkurs um den Schweriner Innensee.
Durch die Fahrradmitnahmemöglichkeit bei Kauf eines Tagestikets können Touristen Teilstrecken mit dem Bus überbrücken und so schneller Attraktionen in Schwerin und Umgebung, speziell am Ostufer des Schweriner Sees erreichen und beliebig oft Bus und Fahrrad wechseln.
Anwohner können für Kurzfahrten zum normalen ÖPNV Tarif fahren.
Entgegen dem Uhrzeigersinn fährt der Bus vom Hauptbahnhof über Werderstrasse, vorbei an Schloss, Großem Garten, Weißer Flotte, Graf Schack Allee zum Crowne Plaza am Ostorfer Ufer. Rogahner Strasse und Stadtumgehung ermöglichen die Tangierung der Hotels nH , Arte und des 7 Seen Freizeitzentrums in Krebsförden. Über das Grüne Tal mit RamadaHotel geht es zum Zoo und auf der Crivitzer Chaussee vorbei am Zippendorfer Strand, Freizeitmuseum Mueß, Reppiner Burg nach Raben Steinfeld.
Die jeweiligen Haltestellen des Öffentlichen Personennahverkehrs werden benutzt.
Durch besondere Haltestellenkennzeichnung mit Lagekarte und Haltestellenplan, Standortkennzeichnung und Hinweis auf touristische Attraktionen eignet sich der Bus für Radtouristen, die Karten sind Bestandteil des Radwegekonzeptes Westmecklenburgs und identisch mit den Freizeitkarten des Tourismusverbandes. Touristen mit Tagestiket erhalten bei Fahrten mit der Weißen Flotte Preisnachlass.
Von Raben Steinfeld geht die Route nach Godern zum Badestrand, dann zurück ans Görslower Ufer und nach Leezen. Hier wird besonders die naturnahe reizvolle Uferlandschaft des Ostufers erschlossen.
Jede zweite Tour geht von Godern weiter zum Kanucenter Gutshof Vorbeck, Reitstall und Golfplatz WINSTONgolf mit seinem attraktiven Restaurant. Dann über Langen Brütz wieder nach Leezen, Rampe. Durch diese Route durch das Amt Ostufer Schweriner See werden besonders im Antragsverfahren befindliche Exponate der BUGA 2009 erreicht.
Über Rampe, Schelfwerder mit Möglichkeiten des Besuches Ramper Moor, Seeblick und Frankenhorst geht es über die Görslower Strasse zurück , vorbei am Hotel Speicher am Ziegelsee. Durch die Route über Schelfmarkt, Pfaffenteich, Hotel Niederländischer Hof und Intercityhotel zurück zum Hauptbahnhof werden weitere Attraktionen Schwerins befahren.
Der Bus wird mit einer Beschallung ausgestattet und vor jeder Haltestelle erfährt der Mitfahrer die nächsten Ziele mit Hinweis auf touristischen Attraktionen.
Die Buslinie wird nach Koordinierung zwischen den zwei zuständigen Busunternehmen vom ÖPNV Unternehmen „SGS Bus & Reisen GmbH Schwerin“ gefahren.
Die Planung und Vorbereitung der Linie erfolgte auf Initiative der Wirtschaftsvereinigung Ostufer Schweriner See e.V. in enger Abstimmung mit Stadtmarketing Schwerin GmbH, DEHOGA Schwerin. Die stellvertr. Oberbürgermeisterin des Stadt Schwerin Dezernentin Heidrun Bluhm und Landrat Iredi vom Landkreis Parchim unterstützen die Initiative.

Den detaillierten Fahrplan finden Sie [klick]

Der Bus der Linie 100 ist ausgestattet mit einer Fahradaufnahme-möglichkeit.
6-mal täglich fährt der Bus einen Rundkurs um den Schweriner Innensee.

 

Mittwoch, 11. Mai 2005

Aufträge sollen in der Region bleiben

Das forderten Unternehmer beim Stammtisch Gespräch der Wirtschaftsvereinigung

Raben Steinfeld - Mit dem Unternehmer Stammtisch für Godern und Raben Steinfeld endete eine Veranstaltungs-Serie der Wirtschaftsvereinigung Ostufer Schweriner See. In den vergangenen Monaten fand für alle acht Gemeinden des Amtsbereichs ein reger Gedankenaustausch der Unternehmer mit Kommunalpolitikern statt. Insgesamt nahmen an diesen Foren 48 Firmenchefs teil. Erfreulich war, dass alle Bürgermeister den Kontakt mit den ortsansässigen Unternehmern suchten. Umgekehrt war es aber auch so. Dieses stärkere Miteinander war in den vergangenen Jahren nicht so ausgeprägt. Wie die elf Unternehmer der Stammtischrunde in Raben Steinfeld forderten zuvor auch schon andere, dass die wenigen Aufträge so weit wie möglich in der Region bleiben müssen. Torsten Lubatsch, Raben Steinfelds stellvertretender Bürgermeister, verwies auf das größte Bauvorhaben der Gemeinde in diesem Jahr bei der Sanierung der Hauptstraße im Oberdorf, in die auch ein Kreisel eingebaut wird, übernimmt beispielsweise ein Elektromeister aus Godern die Installation der Straßenbeleuchtung. Beim Bau des neuen Sanitärhauses am Goderner Strand wurden auf Wunsch der Gemeindevertretung von einem Generalauftragnehmer aus Ludwigslust heimische Handwerker mit einbezogen. Ilona Lemm, Leiterin des Restaurants Rabenstein, sprach über die Ausbildung junger Leute. Wolfgang Decker, Chef eines Hallenbaubetriebes aus Görslow, bedauerte, dass es in Westmecklenburg kaum noch Aufträge gäbe. Seine Leute bauen in Süddeutschland. Edgar Herkner informierte in dieser Runde darüber, dass es in Godern jetzt ein Geschäft für Aquaristik und Zubehör gäbe. Inhaber ist Herkner selbst.

Klaus Hillmer

 

Mittwoch, 11. Mai 2005

Naturpark soll mehr Touristen anlocken

Verwaltungs Chef informierte über Anliegen und Aufgaben

Leezen - Der Naturpark Sternberger Seenland bringe weder Landwirten noch Kommunen Nachteile, erklärte Volker Brandt, Leiter der Naturpark Verwaltung während eines Forums in Leezen. "Wir betrachten uns als Koordinierungsstelle, die den Touristen die Naturvielfalt unser Region erschließen möchte." Er informierte über Anliegen und Aufgaben des Naturparks, der vor drei Monaten offizell ins Leben gerufen wurde. Eingeladen zum Tourismusforum hatte die Wirtschaftsvereinigung Ostufer Schweriner See. Für viele sei der neu geschaffene Naturpark noch immer ein Buch mit sieben Siegeln, erklärte der Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Klaus Hillmer. Einige befürchten sogar Nachteile für Landwirte oder Kommunen. Das Forum, das interessierte Gäste. Darunter Bürgermeister und Tourismusanbieter, in Kochs Hotel in Leezen besuchten, sollte Aufklärung bringen. Und Volker Brandt, Chef der Naturpark Verwaltung, stellte dann auch gleich klar, es gebe keine Nachteile, weder für Landwirte noch für Kommunen. Erfahrungen in anderen so genannten Großschutzgebieten zeigen, dass vor allem Gastronomen und Einzelhändler in der jeweiligen Region von Besuchern des Naturparks profitieren.
Die bestehenden Wanderwege zu erfassen, dies gehört zu den ersten Aufgaben, die sich die Mitarbeiter der Naturpark Verwaltung Sternberger Seenland vornehmen. Volker Brandt: „In der Region am Ostufer des Schweriner Sees gibt es zahlreiche Wanderwege, zum Beispiel nach Karnin ins Warnowtal. Bekannt ist auch der archäologische Pfad bei Kritzow. Die Wege hier sind gut in Schuss“ ABM Kräfte haben vielerorts solche Wege angelegt“ Hier und dort zeige sich aber, dass es viel Kraft koste, sie nun zu erhalten. Deshalb sei es sinnvoll auch auf die Anzahl der auszuweisenden Strecken zu achten.
Um den Naturpark für Touristen kenntlich zu machen, werden an markanten "Eingangsbereichen“ Info Tafeln aufgestellt. Eine, so Brandt. könne er sich bei Brahlstorf vorstellen. Klaus Hillmer gab zu bedenken. dass es schon viele Schilder gibt.
Die Wirtschaftsvereinigung hat in mehreren Gemeinden große Tafeln mit touristischen Hinweisen aufgestellt. "Kann man diese nicht dafür nutzen?", wollte er wissen. „Wir stellen eigene auf", informierte Brandt. "Denn es geht darum, dass sich der Naturpark auch nach außen einheitlich präsentiert", begründete er.
Zu den weiteren Zielen gehören das Aufstellen von Beobachtungstürmen oder Plattformen, geführte Wanderungen, Projekte mit einheimischen Schulen, Aufbau eines Besucherzentrums für Umweltausbildung sowie Maßnahmen der Landschaftspflege. Die vier Ranger übernehmen Führungen und klären die Gäste über Besonderheiten der Landschaft auf.
Am 12. Mai gründen die drei Kreise und das Land eine Lenkungsgruppe, die helfen soll, die Aufgaben umzusetzen. Angeregt wird zudem, einen Förderverein zu bilden. Bürger, Gemeinden und Vereine können Mitglied werden. "Die Fülle der Maßnahmen zu meistern. ist nur möglich, wenn viele mit anpacken", betont der Naturpark Verwalter. Im Wanner Rathaus, dem Sitz der Naturpark Verwaltung, wird eine kleine Veranstaltungsreihe etabliert. Der erste Vortrag, ein kulturhistorischer Vortrag. findet am 26. Mai statt Am 16. Juni spricht Hans Peter Lindemann aus Alt Necheln über Biber. Beide Veranstaltungen beginnen um 19.30 Uhr.
Der Naturpark Sternberger Seenland besteht seit Januar dieses Jahres. Dafür ausgewiesen sind Flachen der Landkreise Parchim, Güstrow und Nordwestmecklenburg. Das Areal umfasst insgesamt 54 000 Hektar. Davon sind 28 Prozent Wald, 41 Prozent Acker. 17 Prozent Grünland, 7 Prozent Gewässer, 4 Prozent Siedlungsfläche. Die Fläche des Naturparks besteht zu 48 Prozent aus Landschaftsschutzgebieten und zu knapp drei Prozent aus Naturschutzgebieten.
Zum Schutzgebiet gehören auch Flächen der Gemeinden Raben Steinfeld, Pinnow, Gneven, Langen-Brütz, Cambs (Karnin) und Godern. Die Region Ostufer stellt aber nur einen kleinen Randbereich dar. Der Sitz der Verwaltung befindet sich Warin, zwei Mitarbeiter sind dort beschäftigt. Leiter ist Diplomforstingenieur Volker Brandt aus Schwerin. Als Naturparkwächter wurden vier Mitarbeiter angestellt. Der Park ist eine Einrichtung des Landes und der drei Kreise.